Fortbildungsangebote

Jugendkulturen und Queer -

Neue Handlungsansätze in der Bildungsarbeit gegen Homo- und Transfeindlichkeit

Unser Fortbildungsangebot richtet sich in erster Linie an Multiplikator*innen aus dem Kontext Schule oder Jugendsozialarbeit.

Im Rahmen von ein- bis zweitägigen Fortbildungen geben wir Einblick in die Lebenswelten von schwulen, lesbischen, bisexuellen und Trans* Jugendlichen und stellen die methodischen und inhaltlichen Ansätze unseres Bildungsprojekts “Diversity Box” vor. Dabei stehen jugend- und popkulturelle Entwicklungen als Projektionsfläche für gesamtgesellschaftliche Entwicklungen im Mittelpunkt, wodurch wir neue Handlungsansätze für die Arbeit gegen homo- und transfeindliche Diskriminierung entwickelt haben.

Ziel der Fortbildung ist es, Hemmungen bei der Thematisierung von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt abzubauen sowie konkrete, praktische Empfehlungen bereitzustellen, die es Ihnen ermöglichen, das Thema Diversity im Kontext von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in die eigene pädagogische Arbeit mit Jugendlichen einzubinden.

Für weitere Fragen zu inhaltlichen Schwerpunkten oder organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an giuseppina.lettieri@jugendkulturen.de

 

Ich fühle was, was du nicht fühlst – Homo- und Transfeindfeindlichkeit ergründen

Wenn ihr euch schon einmal gefragt habt, was Liebe und Sexualität mit affektiven Einstellungen zu tun hat, dann könnt ihr in unserem Workshop dieser Frage nachspüren. Wir wollen uns mit Gefühlen beschäftigen, die zur Diskriminierung von gleichgeschlechtlich-liebenden und transidenten Personen führen können.

Erkennt „Gesellschaftsspiele“ und ändert die Regeln, damit auch eure Freund*innen diskriminierenden Einstellungen selbstbestimmt begegnen können und ihr gemeinsam vorurteilsfrei voneinander lernen und miteinander Demokratie leben könnt. Hier erlebt ihr in ungezwungener Atmosphäre, was das strategische Denken in Schulen, Vereinen, Familie und auch in Unternehmen leisten kann zum Abbau von Homo- und Transfeindlichkeit.

Gemeinsam erarbeiten wir in einem von euch erstellten Abschlussprodukt kreative Strategien zum Abbau diskriminierender Einstellungen und machen Diskriminierung gleichsam transparent. Diskutiert, forscht, gestaltet mit uns gemeinsam: Wir als erfahrene Wissensaktivist*innen begleiten euer Workshop-Produkt und teilen mit euch unser Expertenwissen.

 

Hatespeech im Internet

Stalking, Beleidigungen, Diskriminierung, Cybermobbing, Gewaltandrohung - unter dem Begriff Hate Speech werden solche Taten und Drohungen im Internet zusammengefasst. Oft werden Jugendliche aufgrund ihrer (zugeschriebenen) sexuellen Orientierung oder Genderidentität zum Opfer von Hatespeech.
In dem Workshop gibt es zunächst einen Input, um Hate Speech und ihre Folgen zu erklären Anschließend liegt der Fokus auf einem Austausch von Strategien, wie Betroffene und Pädagog_innen mit dieser Gewalt umgehen können.


Alle Schüler? Ein Workshop zur geschlechtergerechten Sprache

Sprache kann Haltungen sichtbar machen und schließt Menschen ein oder aus. 99 Sängerinnen und ein Sänger sind in Deutschland 100 Sänger. Frauen und nicht-binäre Trans Menschen kommen sprachlich oft nicht vor und sind gerne "mitgemeint". Geschlechtergerechte Sprache wird aufgrund
vermeintlich besserer Lesbarkeit oft nicht konsequent angewendet.

Was heißt eigentlich geschlechtergerechte Sprache? Wie kann ich geschlechtergerechte Sprache anwenden? Welche Auswirkungen hat die Anwendung geschlechtergerechter Sprache? Diesen und weiteren Fragen werden wir in diesem Workshop mit verschiedenen Methoden nachgehen. Wissenschaftliche Studien und sowie historische Hintergründe helfen das Thema einzuordnen. Im praxisorientierten zweiten Teil werden wir pädagogische Strategien und Materialien für geschlechtergerechten Unterricht erarbeiten und ausprobieren.


Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt im Klassenraum thematisieren

Homo- und transfeindliche Aussagen gehören zum Sprachgebrauch vieler Schüler_innen. Sie werden oft leichtfertig dahingesagt, haben aber eine starke Wirkung. Kinder und Jugendliche, die sich nicht heterosexuell oder sich nicht in der gängigen Geschlechterordnung Mädchen/Junge
wiederfinden, gibt es überall. Trotzdem werden lesbische, schwule, bisexuelle, trans* und inter* Kinder und Jugendliche (auch) in der Schule häufig übersehen, denn aus Angst vor Ausgrenzung und Diskriminierung bleiben sie meist unsichtbar. Im Spannungsfeld gesellschaftlicher Normen
und eigener Gefühle unterliegen sie einer erhöhten psychosozialen Belastung.

In diesem Seminar erwerben die Teilnehmer_innen Fachwissen zu den Themen „Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität“ für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie erörtern Möglichkeiten, wie Diskriminierung wirksam entgegengetreten werden kann. Es bietet Raum den eigenen Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt und die eigene berufliche Rolle zu reflektieren.

Im Seminar geht es u.a. um folgende Fragen:

Was kennzeichnet die besondere Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Kindern und Jugendlichen?

Wie können Pädagogen_innen Jugendliche und Kinder unterstützen, die sich nicht geschlechterrollenkonform verhalten?

Wie können Pädagogen_innen reagieren, wenn sich Kinder und Jugendliche mit homophoben/transphoben Äußerungen beschimpfen?

Welche Unterstützungsangebote für queere Kinder und Jugendliche gibt es?