Vortragsangebote

Being Queer- sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Jugendkulturen

Von Angel Haze über David Bowie und Laura Jane Grace bis zu Zebra Katz: Queere Praxen, Symbole und Künstler*innen spielten und spielen in der Entwicklung verschiedener musikzentrierter Jugendkulturen immer wieder eine zentrale Bedeutung. Ob im Rock‘n‘Roll oder Glam Rock, im New Wave oder Punk Rock, in Disco oder House, im R‘n‘B oder HipHop; Bezüge zu einer Abweichung von der heterosexuellen Norm der Mehrheitsgesellschaft finden sich überall. Dieser Vortrag zeichnet diese Bezüge in der Geschichte der Jugendkulturen nach und zeigt zudem auf, welche Künstler*innen heute unter dem Begriff „Queer" für mehr Sichtbarkeit und Repräsentanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in Jugendkulturen sorgen.

 

"Ey, ist der schwul, oder was?"

Was haben X-Men, Klaus Wowereit und Thomas Hitzlsperger gemeinsam? 
Ist Lesbisch-Sein eine Phase? Und warum trägt Conchita Wurst einen Bart?
 In diesem Vortrag werden wir uns mit Vorurteilen gegenüber Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Personen auseinandersetzen.
Wo kommen die Vorurteile her und was kann man dagegen tun?
 Auf der Suche nach Antworten schauen wir uns das Showbiz und die Musikwelt mal genauer an.
 Ist Conchita Wurst bald in Hollywood unter Vertrag? Und welcher schwule Rapper wird bei MTV gespielt?

 

Kein Mädchen sondern ein Grrrl – Über Weiblichkeit, Geschlechterrollen und Feminismus bei den Riot Grrrls

Mit der Riot Grrrl- Bewegung entstand Anfang der 90er Jahre eine feministische Bewegung von jungen Frauen, die inspiriert von der „Do It Yourself- Attitüde" des Punk ihre eigenen Bands gründeten, eigene Fanzines herausbrachten und vor allem junge Frauen im gemeinsamen Kampf gegen Sexismus, Misogynie und Antifeminismus vernetzen wollten. Mit dem Slogan “Revolution Girl Style Now!“ forderten sie ihren Platz auf der Bühne ein, der sonst nur Jungs und Männern vorbehalten schien, und schärften bei viele Musikerinnen, die nach ihnen kamen, ein feministisches Bewusstsein im immer noch stark männerdominierten Musikgeschäft. Darüber hinaus wollten sie tradierte Geschlechterrollen und -muster durchbrechen und eigneten sich dafür bewusst negativ besetzte Begriffe wie „Bitch" und „Slut" an, die sie als Form ihrer Widerständigkeit stolz in großen Buchstaben auf ihre Körper schrieben und sie damit als positive Selbstbeschreibungen umwerteten. Dieser Vortrag widmet sich der Entstehung, den Protagonistinnen und der Entwicklung der Riot Grrrl- Bewegung und zeigt auf, wie stark viele Themen und Missstände auch heute noch in der Musikwelt und Gesellschaft verankert sind.

 

Modern Girls*- Zur neuen Sichtbarkeit und Vielfalt von Mädchen* in Jugendkulturen

Oft in der Rolle der Zuschauerin oder Freundin, waren und sind Mädchen* in vielen Jugendkulturen
mit Sexismus und männlichem Dominanzstrukturen konfrontiert. Doch neue Formen der Repräsentanz und Sichtbarkeit von Mädchen*
und Frauen* in Jugendkulturen leiten einen vielversprechenden Wandel ein. Fragen zu Geschlecht, Sexualität, Identität werden von
selbstbewussten Künstler*innen und Akteur* innen aufgeworfen und selbst interpretiert. Dieser Vortrag gibt Einblicke in diese neuen Formen der
Sichtbarkeit von Mädchen* in Jugendkulturen und leitet daraus Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis ab.

 

 

"She’s a bitch" – Sexistische oder subversive Frauenbilder im HipHop?

In diesem Vortrag gehen wir der Frage nach, wie Frauen und der weibliche Körper in der HipHop-Kultur präsentiert werden, welche Rollen Künstler*innen in der HipHop- Szene einnehmen und wie sich Künstler*innen innerhalb der HipHop- Szene von gängigen Schönheitsidealen und Geschlechterrollen emanzipieren.

 

Body Check: „Macker“, „Schlampen“ und andere Vorurteile

Warum müssen weibliche Models auf Werbeplakaten eigentlich immer den Mund offen halten? Und wieso gibt es jetzt eigentlich geschlechtergetrennte Überraschungseier? Fühle ich mich immer wohl in meiner Rolle? Welchen Körper- Bildern begegnen wir in der Werbung, im Film, in der Pop- und in der Subkultur? Antworten auf diese Fragen werden im Vortrag mit Hilfe audiovisueller Beiträge und beim gemeinsamen Arbeiten in Kleingruppen erarbeitet. Es werden Wege aufgezeigt, wie mit Ungerechtigkeiten, Verschiedenheiten, Ausgrenzungen und Diskriminierungen umgegangen werden kann.